Der Wald ist für alle Menschen da und dient unter anderem der Erholung. So ist es für die Hundebesitzer unabdingbar, dass sie ihre vierbeinigen Lieblinge an der Leine halten sollten.
Die Vorfälle, dass ein freilaufender Hund ein Reh hetzt dieses gegen einen Zaun prallt und sich das Genick bricht oder das der Hund an einem ganz jungen Rehkitz schnuppert und die
Mutter dieses auf Grund des fremden Geruchs nicht mehr annimmt und das Kitz dann verhungert kommt immer wieder vor. Der Jagdausübungsberechtigte sucht dann oft das Gespräch
mit den Leuten die Ihre Hunde ohne Leine laufen lassen. Viele Menschen verstehen das dann falsch und fühlen sich gegängelt. Sobald ein Jäger für ein Revier verantwortlich ist, werden ihm auch jede Menge Pflichten der Hege und Pflege auferlegt. So sagt das Gesetz, das er Menschen und Tiere vor Krankheiten und der Verbreitung von Seuchen schützen muss.
Durch die hohe Zahl an Waschbären hat sich mittlerweile ein großes Gefahrenpotential für Mensch und Tier hier bei uns eingestellt. Durch die Waschbären wird der Waschbär Spulwurm
(Baylisascaris propcyonis) verbreitet. Dieser Parasit befindet sich in dem Darm des Waschbären und die Wurmeier gelangen über den Kot in die Umwelt, wo sie durch andere Säugetiere und Vögel als Zwischenwirt aufgenommen werden. Im Darm der Zwischenwirte entwickeln sich aus den Wurmeiern infektiöse Larven, welche die Darmwand überwinden und sich in den unterschiedlichen Organen einnisten können.
Bei den Waschbären selbst als Hauptwirt zeigen sich keine klinischen Symptome. Bei einem Hund zum Beispiel als Zwischenwirt ist die Ausprägung der klinischen Symptome abhängig davon, in welchem Gewebe oder Organ sich die Larven aufhalten.
Ist er im Gehirn des Hundes, kommt es zu neurologischen Ausfallerscheinungen wie zum Beispiel Lethargie, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen. Bei starkem Befall kann es zu einem komatösen Zustand kommen.
Der Mensch stellt im Entwicklungszyklus des Waschbär Spulwurms einen Fehlwirt da. Wie bei den Zwischenwirten können die wandernden Larven schwere Krankheitsverläufe auslösen. Es werden dabei je nach Ansiedlungsort der Larven eine Nerven- Augen- und eine Eingeweideform, die mit unterschiedlichen Krankheitssymptomen einhergehen unterschieden. Die Nervenform stellt dabei den schwersten Verlauf der Erkrankung dar.
Sie kann eine Hirnhautentzündung mit neurologischen Ausfallerscheinungen hervorrufen und tödlich enden. Bei der Augenform kann es bei dem betroffenen Auge zum Verlust des Sehsinnes führen. Bei der Eingeweideform kommt es zu
Entzündungsvorgängen in den verschiedenen inneren Organen. Darum ist es also so wichtig im Wald auf den Wegen zu bleiben und seinen Hund angeleint zu lassen. Die Worte der Jäger im Wald gelten also nicht als Belehrung, sondern viel mehr der Aufklärungsarbeit damit Mensch und Tier gesund wieder nach Hause kommen.
Matthias Vollmer JV Brandenburg